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INFEKTANFÄLLIGKEIT

Die üblichen Symptome eines Infektes sich örtliche und allgemeine Entzündungszeichen (Schwellung, Rötung, Schmerz, Fieber, ...), sowie das Ingangkommen eines Sekrteflusses (Nasensekret, Auswurf, Ausfluß). Strenggenommen stellen all diese Beschwerden aktive Abwehrmaßnahmen des betroffenen Organismus an seinen Schleimhautoberflächen dar. Sie zeigen somit an, daß ein “Abwehrkampf“ zwischen dem “krankmachenden“ Erreger (Bakterium, Virus, Pilz, ...) und dem Körper stattfindet. In den meisten Fällen ist dieser Abwehrkampf für den Träger des Infektes erfolgreich und endet mit einer massiven Sekretabsonderung (z.B. Schnupfen). Dieses Sekret enthält ja neben anderen Stoffen auch die abgetöteten, also unschädlich gemachten Krankheitserreger und deren Stoffwechselprodukte, und schwemmt sie aus.

In diesen klassischen Infektablauf, der sich zumeist an den Schutzschichten des Körpers (Haut-Schleimhaut-Übergänge) abspielt, braucht der Arzt oft gar nicht einzugreifen – auch nicht mit homöopathischen Arzneien! Vorraussetzung hierfür ist aber, daß in dem betreffenden Organismus einen optimale Ausgangslage oder eine widerstandsfähige Konstitution vorliegt.

Es ist jedoch immer wieder zu beobachten, daß bestimmte Menschen ihre Infekte nicht gut bewältigen können. Diese nehmen scheinbar kein Ende, oder der Patient fällt von einem Infekt in den anderen. Hier beginnt die Aufgabe des homöopathischen Arztes, mit einer nach individuellen Gesichtspunkten ausgewählten Arznei vorsichtig in die Regulationsmechanismen des Organismus einzugreifen, was wir als “Konstitutionstherapie“ bezeichnen. Ziel einer solchen Konstitutionstherapie ist es, den Patienten so weit zu bringen, daß er mit seinen Infekten besser umgehen kann, d.h., daß er mit ihnen “fertig wird“, sich rascher erholt und nicht bei der kleinsten Belastung krank wird.

Das Ziel einer Konstitutionstherapie kann es jedoch nicht sein, überhaupt keine Infekte mehr aufkommen zu lassen. Wie schon erwähnt, sind Infekte ja ein Zeichen einer funktionierenden Auseinandersetzung mit krankmachenden Erregern aus unserer Umwelt. Zirka zwei (fieberhafte) “banale“ Infekte pro Jahr würde ich noch als durchaus “normal“, und in obigem Sinn sogar als “erwünscht“ bezeichnen.

Die “Schuld“ an einem Infekt trägt unserer Auffassung nach zumeist nicht das Virus oder das Bakterium, sondern eine “schwache Stelle“ oder ein vorrübergehender Schwächezustand des Organismus. Es ist ja eine bekannte Tatsache, daß wir mit den meisten krankmachenden Erregern “in Frieden leben“ können: Diese sind zwar auch in gesunden Tagen auf unseren Schleimhäuten nachweisbar, werden jedoch durch eine intakte Besiedlung dieser Schleimhäute mit dort ansässigen Mikroorganismen “in Schach gehalten“, - lösen also keine Krankheit aus.

Noch einige Worte zur Bewältigung von akuten (banalen) Infekten mit homöopathischen Arzneien (“Hausapotheke“!):

Akute Infekte können mit homöopathischen Arzneien sehr gut behandelt werden. Im Anfangsstadium eines Infektes der oberen Luftwege ist es ratsam, sich mit jenen homöopathischen Arzneien zu behelfen, die Ihnen als Teil Ihrer Hausapotheke geläufig sind und mit denen Sie schon möglischst viel Erfahrung gewonnen haben sollten. Ist eine positive Arzneiwirkung zu beobachten, so ist dieselbe Arznei, allerdings in größeren Abständen, weiter zu geben. Ändert sich das Beschwerdebild, so ist eine andere Arznei zu wählen, ebenso, wenn die erwartete Wirkung nicht eintritt.

In jedem Fall ist es notwendig, einen akuten Infekt nur unter Zurateziehung eines Arztes zu behandeln. Vor allem muß auch eine exakte Diagnose gestellt werden, umso mehr, wenn heftige Krankheitssymptome oder ein ungewohnter Krankheitsverlauf vorliegen, oder ein Infekt sich auffallend lange hinzieht.

Dr. Peter König
Esterházyplatz 5
7000 Eisenstadt
02682-72201

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