Home Ordination Information Vorträge Media Bestellung

Strahlende Mobilität – Handywahnsinn überall

Österreich ist das Land mit der weltweit größten Handydichte. Bislang wurden rund sechs Millionen Minitelefone verkauft, rund vier Millionen davon sind tatsächlich in Betrieb – Tendenz weiter steigend.

Beeindruckende Zahlen, die allerdings über einen kleinen schwarzen Punkt auf der weißen Handyweste hinwegtäuschen: Was bislang nur Vermutung war, wird zunehmend zur Gewissheit: Mobilfunkstrahlung kann schwere gesundheitliche Auswirkungen haben. Und vor allem Kinder sind davon besonders betroffen.

 

Potenziell krebserregend

Im Oktober 2001 bezeichnet die Weltgesundheitsorganisation WHO Mobilfunkstrahlung als „possibly carcinogenic to humans“ (möglicherweise krebserregend für Menschen) – eine Einschätzung, die mittlerweile durch zahlreiche Studien belegt ist. Selbst Betreiber wie Nokia schließen mittlerweile nicht mehr aus, dass es durch die Strahlenbelastung zur Bildung von bösartigen Tumoren kommen kann.

Aber nicht nur Handys strahlen die gesundheitsgefährdenden Mikrowellenstrahlen aus, auch Mobilfunkanlagen, Schnurlostelefone und -anlagen, Babyphone etc. geben diese gepulsten Strahlen ab. In Zeiten, in denen für Handylizenzen weltweit hunderte Milliarden Euro bezahlt werden, sollte es eigentlich möglich sein, auch ein paar Millionen für die „Gefahrenerforschung“ locker zu machen. Eine genaue Untersuchung aller potentiellen gesundheitlichen Auswirkungen wäre im Sinne aller Beteiligten, weil sowohl die Versicherungen als auch die Betreiber über kurz oder lang horrende Entschädigungsklagen von Betroffenen erwarten. Und die Chancen, dass die KlägerInnen recht bekommen, stehen ziemlich gut. Wohl nicht zuletzt deshalb sponsern die Europäische Union und die Kommunikationsindustrie mit vier Millionen Euro nun eine WHO-Studie, im Verlaufe deren 12.000 Menschen auf der ganzen Welt untersucht werden. Die Ergebnisse sollen in drei Jahren vorliegen und (hoffentlich) endgültig klären, ob die elektromagnetischen Handystrahlen krank machen.

Versicherungsunternehmen sind derzeit nicht bereit, das Risiko einzugehen: Sie lehnen es ab, Mobilfunkbetreiber auf Haftung für Gesundheitsschäden durch elektromagnetische Strahlung zu versichern.

 

Hippe Handys – kranke Kinder

Die bisher vorliegenden Ergebnisse diverser Einzelstudien sind alarmierend: Erhöhte Erkrankungsraten bei Gehirntumoren, Lymphknotenkrebs, Leukämie, Augenkrebs, Beeinflussung des Kurzzeitgedächtnisses, Herz- und Kreislauferkrankungen, Schäden an Embryonen, Früh- und Fehlgeburten.

Sogar die von der Mobilfunkindustrie selbst in Auftrag gegebenen Studien berichten von einer erhöhten Anzahl an Gehirntumoren, Schädigung der Erbsubstanz und Schwächung des Immunsystems. Neueste Untersuchungen aus Großbritannien zeigen, dass die Haupteffekte der Handy-Abstrahlungen neurologischer Natur sind und die Stabilität der Körperzellen beeinflussen. Kinder sind hier bedeutend anfälliger als Erwachsene, da die Hirnschale von Kindern noch relativ dünn ist – die Strahlung kann leichter eindringen. Auch das Immunsystem ist bei Kindern schwächer als bei Erwachsenen, wodurch sie die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit schlechter bewältigen könnten.

Die britische Untersuchung zeigt auch, dass Kinder, die Handys benutzen, häufiger an Gedächtnisverlust, Schlafstörungen und Kopfschmerzen leiden. Eine besorgniserregende Entwicklung, immerhin sind ein gutes Viertel aller Handy-Nutzer junge Menschen unter 18 Jahren. Experten warnen daher entschieden davor, Kinder und Jugendliche mit dem Handy telefonieren zu lassen.

 

Land der Masten – strahlungsreich

Die schicken Handys sind nicht die einzige Gefahrenquelle. Viele Experten sehen in den Sendeanlagen, die das Telefonieren mit dem Handy erst ermöglichen und die für eine hohe und regelmäßige Dauerstrahlenbelastung sorgen, eine noch viel größere Gefahr für die menschliche Gesundheit. Die meisten Netze und Sendeanlagen wurden in großer Eile und eher sorglos auf- und ausgebaut.

Derzeit gibt es allein in Wien knapp 1.500 Mobilfunkanlagen, österreichweit sind es über 14.000. Mit der Einführung der neuen UMTS-Technologie (die übrigens die Pulsfrequenz der Handys auf äußerst belastende 1.500 Hertz erhöht), werden eine neue Funk-Infrastruktur und damit neue Basisstationen notwendig. Die Anzahl der Sendeanlagen in Österreich wird dadurch voraussichtlich auf über 40.000 anwachsen.

Österreich ist nicht nur Handy-Weltmeister, sondern auch wahrhaft meisterlich im Verdrängen der potentiellen Gefahren. Bei uns gibt es nach wie vor keine bundesweite verbindliche Grenzwertregelung für die Mobilfunkstrahlung, keine Kennzeichnungspflicht zur Strahlenbelastung von Handys, keine Warnhinweise oder Empfehlungen zum Schutz von Kindern. AnrainerInnen von bestehenden oder geplanten Sendemasten haben keine Rechte – die Mobilfunklobby baut und strahlt, wo es ihr gefällt.

Zwar ist im Telekommunikationsgesetz 1997 eine Verordnung vorgesehen, die zumindest die Strahlungsgrenzwerte regeln soll, allerdings haben sich weder die zuständige Ministerin Forstinger noch deren Vorgänger zur Erlassung dieser Verordnung durchringen können. Selbstverständlich haben auch die Netzbetreiber und Handyproduzenten kein Interesse daran, die KonsumentInnen gründlich zu informieren.

Nach wie vor wird massiv für Kinderhandys geworben, obwohl sich die alarmierenden Untersuchungsergebnisse häufen. Während man in Deutschland seitens des Bundesumweltministerium Kinder offiziell vor der Verwendung von Handys warnt, geschieht nichts dergleichen in Österreich.

 

Strahlung reduzieren

  • Verzichten Sie auf ein digitales Schnurlostelefon. Bei dieser Technologie haben Sie praktisch einen Handysendemast im Wohnzimmer, der Tag und Nacht strahlt.
     
  • Telefonieren Sie nur in Ausnahmefällen, vermeiden Sie häufige und lange Gespräche. Kinder sollten nur in Notfällen telefonieren.
     
  • Telefonieren Sie nicht mit dem Handy im Auto – auch nicht mit der Freisprecheinrichtung. Die Strahlenbelastung im Auto ist extrem hoch, kann allerdings durch eine am Autodach montierte Außenantenne um bis zu 90 Prozent reduziert werden.
     
  • Verzichten Sie auf mit Dauerfunk funktionierende Babyphone, Kopfhörer und die Cordless-Technologie bei Computern.
     
  • Ihr Kind sollte sich nicht dauerhaft innerhalb von 500 Metern im Strahlungsbereich des Antennenkegels einer Mobilfunkanlage aufhalten (bei Sichtkontakt zur Anlage) bzw. nicht innerhalb von 250 Metern, wenn kein Sichtkontakt besteht.
     
  • Lassen Sie die Fenster geschlossen, wenn Sie in unmittelbarer Nähe (250–500 m) einer Sendeanlage wohnen. Höhere Stockwerke sind stärkeren Belastungen ausgesetzt als niedrigere. Eine dicke Mauer reduziert die Strahlung um 70 bis 90 Prozent.
     
  • Telefonieren Sie nicht in der Nähe von Kleinkindern oder Schwangeren.
     
  • Vermeiden Sie das Telefonieren in geschlossenen Räumen (durch Reflexion und Hochfahren des Handys bei schlechterem Empfang kann die Strahlungsdichte um mehrere hundert Prozent ansteigen).
     
  • Überzeugen Sie Ihre Kinder von diesen Maßnahmen.

 

Mehr Infos gibt’s unter: www.buergerwelle.de

Quelle: www.global2000.at

zurück (More Info & News)

Letztes Update Donnerstag, 13. Jänner 2002

Home Ordination Information Vorträge Media Bestellung