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SINE CONFECTIONE

"Sine confectione" heißt, dass Ihnen der Apotheker eine Arznei abgibt (oder wir Ihnen - kostenfrei - eine Arznei abgeben), die "anonym" ist bzw. zumindest vorerst bleiben soll.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dies in meiner Praxis - Ihr Einverständnis und Vertrauen vorausgesetzt - fallweise geschieht! Dies hat aber nichts mit homöopathischer Geheimniskrämerei zu tun, sondern soll nur zu Ihrem Vorteil geschehen. Warum?, - das möchte ich wie folgt begründen:

Mir ist es wichtig, dass Sie an jene Arznei, die ich für Sie ausgesucht habe, vorurteilsfrei herangehen. Nur so sind für mich Ihre Beobachtungen nach Gabe/Einnahme der Arznei optimal zu bewerten.

Für manche Patienten ist es um eine solche Vorurteilsfreiheit geschehen, wenn sie wissen, was sie einnehmen: Sie könnten z. B. davon gehört haben, dass dieselbe Arznei jemandem, den sie kennen, nicht geholfen hat. Sie könnten z. B. dieselbe Arznei früher selbst schon einmal erfolglos eingenommen haben und meinen, dies müsste jetzt wieder so sein. Sie könnten dem Namen der Arznei (die Homöopathie verwendet nun einmal auch nicht sehr sympathisch klingende Namen!) oder der Arznei selbst gegenüber negativ eingestellt sein, - oder aber auch positiv (was genauso eine Voreingenommenheit bedeutet). Sie könnten in einem Homöopathiebuch oder über das Internet über diese Arznei nachlesen und zu dem Schluss kommen, dass diese Arznei ganz und gar nicht zu ihnen passt. (Leider ist es so, dass es kaum wirklich gute Literatur zu den homöopathischen Arzneimittelbildern gibt, - und dass in vielen dieser Bücher sehr vereinfachende, verzerrte und irreführende Darstellungen wiedergegeben sind.) Sie könnten meine Verordnung (die das Resultat eines sehr persönlichen und vertrauensvollen Vorgangs zwischen Ihnen und mir ist) im Rahmen eines Internet-Forum preisgeben und andere, vermeintlich besserwissende Homöopathen "geben ihren Senf dazu ab".

Haben Sie bitte Verständnis dafür , dass ich solche und ähnliche - bereits mehrfach erlebte - Situationen vermeiden möchte, und dass all dies dann sehr viel Energie benötigen würde, die Sache aufzuklären bzw. wiedergutzumachen.

Selbstverständlich haben Sie ein Recht darauf, zu erfahren, was ich Ihnen verschrieben habe. Wenn Sie auf der sofortigen Einlösung dieses Rechts bestehen, bin ich Ihnen deswegen bestimmt nicht böse und werde Ihrem Wunsch nachkommen. Aus den bereits dargelegten Gründen meine ich aber, dass es für die homöopathische Behandlung und die Beurteilung des Heilungsverlaufs besser wäre, der Ihnen verordneten Arznei erst im Nachhinein ihren Namen zu geben. Ein Arzt-Patient-Gespräch im Wissen um den Namen der Arznei (und somit über die Substanz, die Sie in homöopathischer Form von mir verschrieben bekommen haben), ist meines Erachtens erst dann sinnvoll und gewinnbringend, wenn deren Wirkung rückblickend beurteilt und diskutiert werden kann.

Übrigens ist diese Vorgangsweise bei Klassischen Homöopathen in aller Welt durchaus üblich.

Ihr Apotheker kann also gar nichts dafür, falls er Ihre Arznei "sine confectione" abgibt, oder wenn er Sie an mich verweist, Ihnen den Namen Ihrer Arznei zu nennen, - denn er ist an meine Anweisung gebunden. Sollten Sie es also gar nicht aushalten, ohne Wissen um die Natur Ihrer Arznei mit der Behandlung zu beginnen, so sprechen Sie darüber bitte in erster Linie mit mir persönlich!

 

Dr Peter König, im Jänner 2007

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Letztes Update Montag , 30. Juli 2008

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